Ein Mann für sechs Geräte
Die unmittelbare Vorbereitung auf den zweiten EM-Auftritt verlief für Lindpointner trotz eines kleinen Rückschlags vielversprechend. Vor rund sechs Wochen zog er sich eine Blessur am Sprunggelenk zu, mittlerweile fühlt er sich aber wieder bereit. In den letzten Trainingstagen in Wien geht es daher vor allem um den Feinschliff. „Wir schauen jetzt nur noch auf die Perfektion. Die letzten Wochen waren wirklich gut und ich fühle mich bereit für die EM“, sagt Lindpointner.
Als klassischer Mehrkämpfer sieht er sich an allen sechs Geräten solide aufgestellt, besonders wohl fühlt er sich derzeit am Boden. Für Zagreb hat er sich ein konkretes Ziel gesetzt: „Ich möchte meine beste Leistung abrufen und im besten Fall ohne Sturz durchturnen. Optimal wäre ein Platz unter den Top 30.“
Vom Zuschauer zum Leistungssportler
Seine ersten Schritte im Turnsport machte Lindpointner bereits mit vier Jahren. Auch dank seines Vaters. Dieser war überzeugt davon, dass Turnen eine ideale Grundlage für jede weitere Sportart sei, und schickte zunächst Vincents Schwester zum Training. Der kleine Bruder schaute zu, fand Gefallen daran und wollte es schließlich selbst versuchen.
Mit sieben Jahren wechselte Lindpointner ins Leistungszentrum nach Linz. Spätestens im Alter von 14 oder 15 Jahren war für ihn klar, wohin die Reise gehen sollte: „Da habe ich mich bewusst für den Leistungssport entschieden. Seitdem liegt mein voller Fokus darauf.“
Der bisher größte Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Bei der Junioren-EM 2024 erturnte Lindpointner an den Ringen Bronze und verpasste mit dem österreichischen Team als Vierter nur knapp eine weitere Medaille. „Die Medaille bei der Junioren-Europameisterschaft ist mit Sicherheit der bisher schönste Tag meiner Laufbahn“, sagt der Turner der ÖTB Turngemeinde Jahn Linz Lustenau. Im selben Jahr wurde der Allrounder auch zu Österreichs Turnsportler des Jahres gewählt.
17/08/26
zurück



















