Erster Gradmesser
Nach 19 Jahren unter Vorgänger Petr Koudela hat Fussenegger zu Jahresbeginn das Kommando übernommen und sich mittlerweile gut in seiner neuen Aufgabe eingefunden. „Ich habe mich recht gut eingelebt und auch meine Kollegen haben sich mittlerweile an mich gewöhnt. Wir konnten im ersten halben Jahr schon einige Fortschritte erzielen, das ist aber erst der Anfang von einem hoffentlich sehr erfolgreichen Weg“, zieht der ehemalige Spitzenturner eine positive Zwischenbilanz.
Intensive Vorbereitung, hoher Anspruch
Die erste große Standortbestimmung kommt für Fussenegger nun nach einer intensiven Vorbereitung. Die Stimmung stimmt: „Die Jungs sind fit und alle gesund. Sie sind sehr motiviert und gleichzeitig noch recht entspannt, was eigentlich ein gutes Zeichen ist. Ich glaube, sie brennen schon darauf, dass es endlich losgeht.“ In den letzten Trainingseinheiten gehe es vor allem um den Feinschliff und darum, die Übungen weiter zu stabilisieren.
Auf ein konkretes Platzierungsziel möchte sich der Nationaltrainer vor seiner EM-Premiere bewusst nicht festlegen. Die Verletzungsausfälle von Alfred Schwaiger und Paul Schmölzer erschweren die Ausgangslage, am Anspruch an die eigenen Leistungen ändert das jedoch nichts. „Mein größtes Ziel ist, dass wir so sauber und perfekt wie möglich durchkommen und die Jungs genau das zeigen, was sie können. Wir werden auf jeden Fall alles versuchen und schauen, dass wir uns so weit vorne wie möglich platzieren.“
Während die Elite möglichst weit nach vorne turnen soll, setzt sich Fussenegger für die fünf österreichischen Junioren ein konkreteres Ziel. Samuel Wachter, Jeremy Balasz, Luca Hagen, Michael Miggitsch und Emil Pfurtscheller absolvieren die unmittelbare Vorbereitung gemeinsam mit den arrivierten Turnern. „Bei den Junioren muss unser Ziel auf jeden Fall sein, uns mit dem Team in den Top 10 zu platzieren. Und gegen ein oder zwei Finalplätze hätten wir natürlich auch nichts.“
17/08/26
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