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Mörz springt ins EM-Finale

Mörz springt ins EM-Finale

Nach stundenlangem Warten war es um 21:00 Uhr schließlich Gewissheit: Charlize Mörz steht erstmals in ihrer Karriere in einem EM-Finale. Die 20-jährige Burgenländerin qualifizierte sich am Donnerstag zum Auftakt der Kunstturn-Europameisterschaften in Zagreb an ihrem Paradegerät Sprung mit 13.633 Punkten als Siebente für die Medaillenentscheidung der besten acht am Samstag (15:00 Uhr). Im Mehrkampf belegte Leni Bohle als beste Österreicherin Rang 27.

„Nachdem es zu Beginn der Qualifikation am Balken und Boden nicht nach Wunsch gelaufen ist, habe ich mir gedacht: Jetzt muss ich am Sprung Vollgas geben. Und das ist mir gelungen. Das waren zwei sehr gute Sprünge“, sagte Mörz. Für ihre beiden Versuche erhielt sie 13.633 bzw. 13.233 Punkte. Weil Mörz Sprünge aus unterschiedlichen Sprunggruppen zeigte, kamen 0.2 Bonuspunkte hinzu - am Ende stand ein Finalscore von 13.633 Punkten.

Erst Zittern, dann Freude

Danach begann das Zittern. Österreich war im dritten von insgesamt fünf Qualifikationsdurchgängen an der Reihe, Mörz musste daher mehrere Stunden auf die endgültige Entscheidung warten. „Ich war mir nicht ganz sicher, ob es sich ausgeht. Aber jetzt freue ich mich umso mehr, erstmals in meiner Karriere im Finale einer Europameisterschaft zu stehen“, meinte die WM-Finalistin von 2025. Der Medaillenentscheidung am Samstag blickt sie voller Vorfreude entgegen: „Ich will erneut zwei saubere Sprünge zeigen und mein erstes EM-Finale vor so einer tollen Kulisse genießen.“ 
 
Die Sprung-Qualifikation gewann die Russin Angelina Melnikova (14.333) vor der deutschen Titelverteidigerin Karina Schönmaier (14.016). Melnikova kürte sich zudem vor ihrer Teamkollegin Anna Kalmykova und der Französin Elena Colas zur Europameisterin im Mehrkampf.
 
In der Teamwertung belegte Mörz gemeinsam mit Leni Bohle, Bianca Frysak, Katrin Palicka und Rosa Schwaninger mit 146.196 Punkten Rang 19. Damit verpasste das rot-weiß-rote Quintett ohne die verletzte Mehrkampf-Spezialistin Selina Kickinger das ambitionierte Ziel, mit einem Platz unter den besten 13 das Ticket für die Weltmeisterschaften im Oktober in Rotterdam zu lösen. „Leider haben wir heute zu viele Fehler gemacht und damit nicht die erwünschten Scores erzielt. Es war dennoch eine wichtige Erfahrung für uns alle und ich bin sehr stolz auf mein Team“, bilanzierte Nationaltrainerin Lara van Dyck.

Solider Mehrkampf-Auftritt von Bohle

Zu überzeugen wusste neben Mörz auch Allrounderin Bohle. Die Vorarlbergerin zeigte einen soliden Mehrkampf und belegte mit 49.398 Punkten Rang 27. „Ich bin im Großen und Ganzen sehr zufrieden mit meinem Auftritt. Ich habe nur wenige Fehler gemacht und alle Geräte konstant durchgeturnt“, erklärte Bohle. Mörz kam im Mehrkampf auf 48.832 Zähler und Rang 33. Beide qualifizierten sich damit auch für die WM im Oktober in Rotterdam. 
 
"Mit Höhen und Tiefen hat das Team heute den ersten Wettkampftag absolviert. In der Teamwertung haben wir unser Ziel leider deutlich verpasst. Natürlich auch ein bisschen bedingt durch verletzungsbedingte Ausfälle. Dennoch stimmen uns einzelne Leistungen wie jene von Leni im Mehrkampf und die Debüts von Rosa und Katrin auch positiv. Besonders hervorzuheben bleibt natürlich die Vorstellung von Charlize, die mit zwei guten Sprüngen am Ende souverän ins Sprungfinale eingezogen ist", resümiert Turnsport Austria-Sportdirektor Fabian Leimlehner.
 
Am Freitag starten auch die Juniorinnen in die kontinentalen Titelkämpfe. Am Samstag gehört Europas größte Turnbühne dann noch einmal Mörz.


13/08/26

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