Wolfurt zum fünften Mal in Serie Staatsmeister im Team-Turnen
Die nach einer Durststrecke wieder erstarkten Rekordmeisterinnen (9x) des TSZ Dornbirn sicherten sich Silber, die Frauen aus Wolfurt Bronze. Das Medaillen-Podium erwies sich daher als rein vorarlbergerisch.
Im aus Skandinavien stammendenden Team-Turnen können Frauen und Männer – sowie grundsätzlich alle Geschlechter-Identitäten – gerecht in einer gemeinsamen Wertung geführt werden. Das macht immer wieder einen besonderen Reiz aus.
Denn während die Frauen aus Wolfurt 2024, 2023 und 2021 die Staatsmeisterschaft gewonnen hatten, lagen diesmal und 2022 die Männer dieses Spitzenvereins voran.
Die neuen Staatsmeister im Team-Turnen 2025 heißen daher Oliver Bucher, Johannes Fenkart, Luca Hefel, Valentin Hilbe, Christoph Höfle, Jonas Keetmann, Max Kühne, Linus Madlener, Tim Schneider und Johannes Weber.
In der ausverkauften und tobenden Sporthalle Lustenau – die Publikums-Höchstwert-Messung ergab 110 Dezibel – bewirkten vor allem die heuer fehlerfrei präsentierten Minitramp-Sprünge mit zahlreichen geschraubten Dreifach-Salti und die Tumbling-(Tempobodenturnen-)Passagen auf vollem internationalen Doppelstrecksalto- mit Schrauben-Niveau den Ausschlag.
Team-Turnen ist ein Mannschafts-Dreikampf mit Tumbling („Tempobodenturnen“), Minitrampolin-Springen und einer Showtanz-Choreografie, der äußerst spektakulären, emotionsgeladenen und spannenden Sport garantiert.
Österreich hat in den letzten Jahren international stark aufgeholt. Bei den letzten Europameisterschaften erreichten die Nationalteams fünfte bis siebente Plätze.
Erst vor einer Woche bei der „Mitteleuropa-Meisterschaft“ freute sich Wolfurt über Frauen-Elite-Bronze und Junioren-Gold, Dornbirn über den vierten Juniorinnen-Platz. Die heimische Meisterschaft 2025 bestätigte diesen positiven Gesamttrend eindrucksvoll.
Vorarlberger Dominanz – aber Nachrück-Potenzial in ganz Österreich
Die Vorarlberg-Dominanz an der Leistungsspitze dieser Sportart setzte sich hinter den Medaillengewinnern fort. Von den zehn Teams in der offiziellen Staatsmeisterschafts-Wertung kamen nur zwei nicht aus dem westlichsten Bundesland – wo die einzigen für diesen Sport spezialisierten Trainingshallen Österreichs existieren.
Als einziges Nicht-Ländle-Team war der Wiener MTV Hernals mit zwei Teams in der Staatsmeisterschafts-Wertung zu finden, einmal auf Rang 8 und einmal auf Platz 10 am Ende des Feldes.
Direkt vor der Staatsmeisterschaft waren die österreichischen Nachwuchs-Meisterschaften des Team-Turnens in Szene gegangen. Hier verteilten sich die Medaillen ebenfalls ausschließlich auf Vorarlberg. Doch Spitzen-Voraussetzungen erlebte man ebenso von den Teams aus den anderen Bundesländern.
Bundesreferentin Sarah Blum: „Das gezeigte Niveau war beeindruckend und zeigte klar, welches Potenzial in unserem Sport steckt. Ich freue mich sehr darauf, zu sehen, in welche Richtung sich das Team-Turnen in den kommenden Jahren weiterentwickeln wird.“
Außergewöhnlicher Sport mit motivierender Stimmung
Turnsport-Austria-Präsidentin Gabriela Jahn: „Die Österreichische Team-Turnen-Meisterschaft 2025 ließ einem das Herz übergehen: so viel Begeisterung für unseren Sport, so riesige Motivation, so beeindruckende Leistungen und so viel Emotion auf der Wettkampffläche wie auf der Tribüne.
Als nächster Schritt muss es uns jetzt gelingen, diesen außergewöhnlichen Sport in ganz Österreich zu verbreiten. Derzeit ist das Team-Turnen vor allem in Vorarlberg beliebt. Es gilt nun, diese Basis zu vergrößern.“
Turnsport-Austria-Vizepräsidentin Bianca Franzoi, sie ist ebenso Vizepräsidentin für Team-Turnen im europäischen Turnsport-Verband: „Diese Österreichische Meisterschaft war ein unglaubliches Event, das den starken Teamgeist und die Zusammengehörigkeit in der gesamten Community eindrucksvoll deutlich machte.
Alle unterstützten sich gegenseitig und feuerten sich an, bildeten so eine inspirierende Atmosphäre des Miteinanders. Die positiven Gesichter der Beteiligten hier in Lustenau sprachen Bände. Dank der hervorragenden Organisation fühlte sich jede und jeder Teilnehmende wohl und konnte sich voll auf die sportliche Leistung konzentrieren.
Durch unsere Maßnahmen der letzten Jahre ist es bereits gelungen, Österreich als starken Player auf europäischer Ebene zu präsentieren. Mit der heurigen Änderung unseres nationalen Wettkampfprogramms haben wir den nächsten Schritt in die richtige Richtung gesetzt. Die neue Systematik ist ein voller Erfolg und führte zu noch spannenderen und dynamischeren Wettkämpfen.“
Ergebnislisten, Fotos, Live-Stream (on demand) und weitere ÖStM-Details
23/11/25
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