Alle für eine - eine für alle!
2.891 Tage - knapp acht Jahre - war Turnsport Austria bei einer RG-Weltmeisterschaft nicht mehr mit einer Gruppe vertreten. Samstagvormittag gibt man das heißersehnte Comeback. "Beim Podiumtraining waren die Mädels sehr nervös. Leistungsmäßig werden wir uns im Wettkampf sicher steigern müssen. Seit Beginn der Sommerferien haben wir extrem hart, bis zu acht Stunden täglich, trainiert. Unterm Schuljahr kann das sechsköpfige Team - 3 x OÖ, 2 x NÖ, 1 x W - nur von Freitag bis Sonntag am Bundesstützpunkt in Wien gemeinsam trainieren, die restliche Zeit wird in Kleingruppen gearbeitet", erzählt Trainerin und Choreographin Luchia Egermann.
"Bevors auf den Teppich geht, haben wir eine spezielle Routine entwickelt: Wir stellen uns im Kreis auf, sprechen uns Mut zu und machen Atemübungen. Am Ende der Routine strecken wir dann die Hände zusammen und rufen im Chor: Alle für eine, eine für alle! Das gibt mir noch einen letzten positiven Schub und hilft, die Nervosität zu verdrängen", erzählt Magdalena Pamminger. "Natürlich war es für uns ein schwerer Schlag, dass mit Julia Neumann unsere erfahrenste Gymnastin verletzungsbedingt ausfällt. Sie hat eine große Ruhe und Souveränität ausgestrahlt. Sie fehlt uns", meint Alina Razinkova. "Aber wir sind als Gruppe im letzten Jahr stark zusammengewachsen. Wir schaffen das."
Luchia Egermann ist seit Jahrzehnten im internationalen RG-Zirkus unterwegs, trotzdem wird auch ihr Puls am Samstag ein bisschen schneller als üblich schlagen: "Diese Gruppe hat erst letztes Jahr im Juli gemeinsam zu arbeiten begonnen. Niemand kann von uns bei der WM-Premiere in Frankfurt Wunderdinge erwarten. Wir wollen zwei saubere Übungen zeigen und unsere Chance nutzen. Wir sind sehr stolz, endlich wieder zum Kreis der Großen dazuzugehören."
Alle für eine, eine für alle!
14/08/26
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