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Von Hohenems auf die internationale Turnbühne

Von Hohenems auf die internationale Turnbühne

Mit gerade einmal 19 Jahren kann Leni Bohle bereits auf fünf gewonnene Weltcup-Medaillen, zwei Weltmeisterschaften und ein EM-Mehrkampffinale zurückblicken. Die Vorarlbergerin hat sich mit konstanten Leistungen auf internationaler Bühne einen Namen gemacht und will bei ihrer vierten EM in Zagreb den nächsten Schritt setzen.

Zum Turnen kam Bohle bereits als Dreijährige durch ihre Schwester. Bei der Turnerschaft Hohenems machte sie ihre ersten Schritte, mit sechs Jahren wechselte sie ins Olympiazentrum Dornbirn. Dort trainiert die 1,62 Meter große Vorarlbergerin bis heute, für Lehrgänge und gemeinsame Vorbereitungsphasen kommt sie regelmäßig an den Bundesstützpunkt nach Linz.

Steiler Aufstieg

Schon im Nachwuchs dominierte Bohle auf nationaler Ebene: 19 Jugend- und sieben Juniorinnentitel ebneten den Weg in die Elite, mittlerweile ist sie zehnfache Staatsmeisterin. Auch international ging es in den vergangenen Jahren steil bergauf. 2024 holte Bohle im Weltcup Silber am Boden in Koper und am Schwebebalken in Szombathely sowie drei weitere Bronzemedaillen. Einen weiteren Meilenstein setzte die Vorarlbergerin bei der EM 2025 mit ihrem ersten Mehrkampffinale, in dem sie 21. wurde.

"Es ist dann alles relativ schnell gegangen. Ich habe mich in der jüngeren Vergangenheit sehr gut entwickelt und bin stolz darauf, wo ich aktuell stehe", meint Bohle. Dennoch will sie noch höher hinaus: "Es gibt noch so viele Möglichkeiten, besser zu werden. Dafür trainiere ich Tag für Tag. Ich möchte noch viele internationale Erfolge feiern und einmal bei Olympia turnen."

Klare Ziele für Zagreb

Für Zagreb bereitete sich Bohle zuletzt drei Wochen gemeinsam mit dem Nationalteam in Linz vor. Dabei arbeitete sie erstmals über einen längeren Zeitraum intensiv mit Neo-Nationaltrainerin Lara van Dyck zusammen. „Sie versucht im Training, die Übungen zu perfektionieren. Das hat gut geklappt und das Training funktioniert richtig gut“, sagt Bohle.

Die Ziele für die EM sind klar definiert: "Ich möchte meine Übungen sauber durchturnen und auf allen Geräten eine konstant gute Leistung zeigen. Dann bin ich zuversichtlich, dass ich noch besser performen und abschneiden kann als letztes Jahr", blickt die Vorarlbergerin voraus. Für Bohle ist die EM die nächste Gelegenheit, ihre Entwicklung auf großer internationaler Bühne unter Beweis zu stellen - und den nächsten Schritt in einer noch jungen Karriere zu machen.


09/08/26

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