Wien beendet 26-jährige Durststrecke
"Gino wird von Wettkampf zu Wettkampf besser, er nähert sich immer mehr den 80 Punkten an, das kann sich wirklich sehen lassen", lobte Herren-Nationaltrainer Michael Fussenegger und auch Sportdirektor Fabian Leimlehner zeigte sich angetan: "Der Sieg der Vorarlberger war nicht gefährdet, der Sturz von Gino beim Ringe-Abgang wiegt nicht zu schwer. Gino ist nicht mehr weit von seiner Hochform entfernt, der WM-Kurs stimmt." Der WM-Starter selbst gab sich entsprechend erleichtert: "Die Übungen fühlen sich sehr stabil an. Dass die neue Ringe-Übung noch nicht ganz sitzt, das war zu erwarten. Aber bis Rotterdam bleiben mir noch zwei Wochen Zeit, da kriege ich das sicher hin. Ich glaube, wir als Team Vorarlberg haben heute richtig gut abgeliefert und verdient gewonnen. Der Vorsprung von neun Punkten spricht für sich."
Wesentlich überraschender kam der Heimtriumph der Wienerinnen. "Der erste Titel für Wien seit 26 Jahren, noch dazu vor eigenem Publikum. Meine ganze Familie ist da, die sehen mich ja als Wahl-Tirolerin nicht zu oft. Ich glaube wir können richtig stolz sein, dass wir als sehr junges Team abgeliefert haben. Wir haben uns perfekt ergänzt. Ich habe auf meinem Spezialgerät Stufenbarren ein bisschen gepatzt, dafür am Schwebebalken die dringend notwendigen Punkte geholt", strahlte Nationalteam-Turnerin Bianca Frysak.
Ebenfalls einen guten Eindruck hinterließ EM-Finalistin Charlize Mörz: "Es war ein solider Wettkampf und eine gute Standortbestimmung vor der WM in Rotterdam. Die vier Einzel-Übungen sind allesamt stabil, die nächsten zwei Wochen werden wir noch an den Feinheiten arbeiten."
03/10/26
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